Pädiatrie

Pädiatrie umfasst die Diagnostik und Therapie bei Kindern und Jugendlichen.

Im Bereich der Logopädie geht es dabei um die Behandlung kindlicher Sprachentwicklungsstörungen.

Therapie nach B. Zollinger

Diese Therapieform wird vor allem angewendet, wenn (meist) kleine Kinder im altern von 1 bis 3 Jahren die Sprache nicht oder nur unzureichend entdeckt haben, z.B. wenn ein Kind mit fast 2 Jahren noch keine Wörter spricht. Sie fördert die vorsprachlichen Kompetenzen der Kinder, denn der Beginn der Sprachentwicklung ist nicht das erste Wort. Sogenannte Vorläuferfähigkeiten sind z.B. Blickkontakt, Erforschen von Gegenständen, Handlungen und das Betrachten ihres Resultates usw. Kinder lernen:

  • Ein Wort ist ein Symbol für Etwas in der Realität, ein Wort steht stellvertretend für dieses Etwas, wenn es nicht sichtbar ist (= repräsentative Funktion der Sprache)
  • Wörter richten sich an ein Gegenüber und sollen etwas bewirken (kommunikative Funktion der Sprache).

Diese Form der Therapie geht ganz auf das Kind in seinem Spiel ein und findet ausschließlich in spielerischer Form statt

Artikulationstherapie

Darunter versteht man verschiedene Formen der Aussprachetherapie (Sprechtherapie / phonetisch-phonologische Therapie). Beherrscht ein Kind bestimmte Laute (Buchstaben) nicht, gilt es zu prüfen, ob das Problem darin besteht, dass es diese nicht bilden kann (phonetisch) oder sie nicht richtig verwendet (phonologisch). Danach richtet sich der Therapieansatz. Kann ein Kind einen Laut motorisch mit der Zunge, den Lippen o.ä. nicht korrekt bilden (meist "s", "sch"), sodass der Laut falsch klingt, wird dieser mit speziellen Übungen angebahnt, meist in Verbindung mit der entsprechenden Mundmotorik. Oft ersetzt aber ein Kind einen bestimmten Laut durch einen anderen („k“ wird zu „t“ / „sch“ wird zu „s“, etc.) Dann spricht man von einer phonologischen Störung und es wird vorwiegend die Identifikation der Laute (mit Hörübungen) trainiert. Phonetisch arbeiten wir nach van Riper, phonologisch nach der Therapiemethode von A. Fox und T. Jahn.

Myofunktionelle Therapie

Die myofunktionelle Therapie beinhaltet die Korrekturen von Fehlfunktionen im Mundbereich. Hierzu zählen unter anderem: Offene Mundhaltung, Speichelfluss, falsches Schluckmuster (Zunge drückt beim Schlucken gegen die Zähne), falsche Position der Zunge (Zungenruhelage), Bewegungs- und Koordinationsstörungen der Zunge. Diese Störungsbilder therapieren wird hauptsächlich nach A. Kittel und nach B. Padovan.